„Erinnern stärkt Demokratie“

Sebastian an der Holocaust Gedenkstätte

Am 20. Januar vor 80 Jahren trafen sich hochrangige Vertreter des NS-Regimes zur „Wannseekonferenz“. Sie besprachen, wie die Ermordung der europäischen Juden effizient umgesetzt werden konnte. Das systematische Töten war bereits von der NS-Führung beschlossen und in vollem Gange. Bis zum Kriegsende 1945 wurden über sechs Millionen Juden ermordet. Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz befreit.

Am 27. Januar haben wir im Bundestag in einer Gedenkfeier all jener Menschen gedacht, die von dem verbrecherischen Nazi-Regime ermordet wurden. An diesem Tag wird uns klar, was Menschen anderen Menschen antun können, weil sie einer Minderheit angehörten, einen anderen Glauben oder eine andere Meinung hatten. Gemeinsam müssen wir uns dafür einsetzen, dass solche Menschheitsverbrechen nie wieder geschehen.

Auch im Deutschen Bundestag gibt es Kräfte, die die Shoah verharmlosen und die Geschichte für ihre schlechten Absichten umdeuten wollen. Fackelaufmärsche vor Häusern, in denen Politiker*innen wohnen sowie Corona-Demonstrationen mit antisemitischen und rassistischen Tendenzen zeigen, dass unsere Demokratie in Gefahr ist. Erinnern ist immer in die Zukunft gerichtet. Deshalb stärkt es unseren Zusammenhalt und unsere Demokratie – das wird immer wichtiger in Zeiten, in denen Anti-Demokraten Hass und Hetze verbreiten.

Die neue Ampel-Koalition bekennt sich deshalb klar zu einer lebendigen Erinnerungskultur und dem Schutz der Gedenkstätten und wird die Gedenkstättenkonzeption aktualisieren. Ich bin den vielen Ehren- und Hauptamtlichen für die Arbeit, die sie in den Gedenkstätten leisten, sehr dankbar. Damit erbringen sie einen wertvollen Einsatz für unsere Demokratie.
(Sebastian Schäfer MdB)

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